Sharknado

Sharknado ist ein US-amerikanischer Science-Fiction- und Katastrophenfilm aus dem Jahr 2013, der von Anthony C. Ferrante inszeniert wurde. Der Film wurde durch das Produktionsunternehmen The Asylum produziert und für den Fernsehsender Syfy gedreht. Sharknado kombiniert auf absurde Weise Elemente von Horror-, Action- und Katastrophenfilmen, indem er Haie, die von einem Tornado erfasst wurden, auf Los Angeles herabregnen lässt. Der Film erlangte aufgrund seiner übertriebenen Handlung, bewusst schlechten Spezialeffekte und Schauspielkunst schnell Kultstatus und führte zu mehreren Fortsetzungen.

Handlung des Films

Die Handlung von Sharknado beginnt mit einem außergewöhnlichen Wetterphänomen, bei dem Tornados Haie aus dem Meer aufsaugen und über Los Angeles verteilen. Der Protagonist Fin Shepard (Ian Ziering), ein ehemaliger Surfer und Barbesitzer, sieht sich gezwungen, seine Familie und andere Bewohner vor dieser absurden Gefahr zu retten. Gemeinsam mit seiner Ex-Frau April Wexler (Tara Reid), seinen Freunden und Fremden kämpft Fin gegen fliegende Haie, verwüstete Straßen und heftige Stürme. Höhepunkt des Films ist die Szene, in der Fin einen Hai mittels einer Motorsäge erledigt, was zum Symbol der gesamten Filmreihe wurde.

Produktion und Hintergrund

Sharknado entstand im Zuge einer Reihe absichtlich trashiger B-Movies, die vom Produktionsstudio The Asylum produziert wurden. Der Film wurde innerhalb weniger Wochen gedreht, mit einem Budget von knapp zwei Millionen US-Dollar. Die Spezialeffekte, insbesondere die CGI-generierten Haie, wurden oft kritisiert, gleichzeitig jedoch auch als unterhaltsamer Faktor hervorgehoben. Der absichtliche Trash-Faktor war Teil der Marketingstrategie, die von Anfang an auf Ironie und Humor setzte.

Besetzung und Charaktere

Die Hauptrolle des Fin Shepard spielt Ian Ziering, bekannt aus der Serie Beverly Hills, 90210. Tara Reid übernahm die Rolle seiner Ex-Frau April. Weitere Schauspieler sind John Heard als George, Cassandra Scerbo als Nova Clarke und Jaason Simmons als Baz Hogan. Die Schauspieler spielten bewusst übertrieben und unterstrichen damit den satirischen Charakter des Films.

Kritik

Sharknado wurde von Kritikern überwiegend negativ bewertet, jedoch von Fans und Medien enthusiastisch als Kultfilm aufgenommen. Rotten Tomatoes bescheinigt dem Film eine niedrige kritische Bewertung, während er bei Fans eine deutlich höhere Popularität genießt. Besonders hervorgehoben wurde die absurde Prämisse, der ironische Umgang mit der eigenen Lächerlichkeit sowie das Unterhaltungspotenzial der bewusst schlechten Inszenierung.

Die sozialen Medien spielten eine große Rolle bei der Verbreitung und Popularisierung des Films, der schnell zum viralen Hit wurde. Hashtags und humorvolle Kommentare trugen entscheidend dazu bei, dass Sharknado als Synonym für ironischen Trashfilm etabliert wurde.

Fortsetzungen und Franchise

Aufgrund des unerwarteten Erfolgs wurden mehrere Fortsetzungen gedreht. Dazu zählen unter anderem:

  • Sharknado 2: The Second One (2014)
  • Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
  • Sharknado: The 4th Awakens (2016)
  • Sharknado 5: Global Swarming (2017)
  • The Last Sharknado: It’s About Time (2018)

Diese Filme überboten sich in ihrer Absurdität immer wieder gegenseitig und etablierten ein Franchise, das eine treue Fangemeinde besitzt und inzwischen auch zahlreiche Merchandising-Produkte umfasst.

Wirkung und kulturelle Relevanz

Sharknado prägte die Popkultur durch seine bewusst ironische Haltung zum Trashfilm-Genre. Der Begriff „Sharknado“ wird inzwischen als Metapher für absurde Katastrophen oder völlig übertriebene Situationen verwendet. Der Film beeinflusste außerdem andere Produktionen und verstärkte den Trend zur ironischen Inszenierung von Trash-Elementen in der Film- und Medienlandschaft.

Fazit

Obwohl Sharknado filmisch als minderwertig bewertet wurde, erreichte er aufgrund seines hohen Unterhaltungswertes und der ironischen Betrachtungsweise Kultstatus. Er wird als Paradebeispiel für ein Phänomen betrachtet, bei dem schlechtes Filmemachen bewusst zelebriert und zur Kunstform erhoben wird.