Cats & Dogs (Originaltitel: Cats & Dogs, deutscher Titel: Wie Hund und Katz) ist ein US-amerikanischer Familienfilm aus dem Jahr 2001. Regie führte Lawrence Guterman. Der Film kombiniert Realfilm mit computeranimierten Effekten und erzählt die Geschichte eines geheimen Krieges zwischen Hunden und Katzen, der hinter dem Rücken der Menschen stattfindet. Die Hauptrollen werden von echten Tieren gespielt, deren Gesichter digital animiert wurden, um menschliche Sprache darzustellen. In den englischen Sprachversionen leihen unter anderem Tobey Maguire, Alec Baldwin, Sean Hayes und Jeff Goldblum den Tieren ihre Stimmen. Der Film wurde von Warner Bros. produziert und war ein kommerzieller Erfolg, obwohl die Kritiken gemischt ausfielen. Er spielte weltweit über 200 Millionen US-Dollar ein und erhielt 2010 eine Fortsetzung mit dem Titel Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr.
Der Krieg, von dem Menschen nichts wissen – Die Handlung
Die Handlung von Cats & Dogs basiert auf einer einfachen, aber witzigen Prämisse: Seit Jahrhunderten führen Hunde und Katzen einen geheimen Krieg gegeneinander. Hunde sind dabei die Beschützer der Menschheit, während Katzen versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Menschen haben von diesem Konflikt keine Ahnung.
Im Mittelpunkt steht der junge Beagle-Welpe Lou, der zufällig in die Familie des Professors Brody (gespielt von Jeff Goldblum) gelangt. Professor Brody arbeitet an einer geheimen Formel gegen Hundeallergien. Diese Formel ist von großer Bedeutung, denn wenn Menschen nicht mehr allergisch auf Hunde wären, würde die Bindung zwischen Mensch und Hund noch stärker werden – ein Albtraum für die Katzen.
Der Bösewicht des Films ist Mr. Tinkles, ein weißer Perser-Kater mit Größenwahn. Mr. Tinkles plant, die Formel von Professor Brody zu stehlen und sie umzukehren. Sein Ziel: Alle Menschen sollen allergisch auf Hunde werden. Damit wären Hunde aus den Haushalten verbannt und Katzen könnten die Kontrolle übernehmen.
Lou, der anfangs ein tollpatschiger und unerfahrener Welpe ist, muss schnell lernen, ein Geheimagent zu werden. Er wird von erfahrenen Hunde-Agenten wie Butch (gesprochen von Alec Baldwin) unterstützt. Butch ist ein abgehärteter Anatolischer Hirtenhund, der schon viele Missionen hinter sich hat und anfangs wenig Vertrauen in den jungen Lou setzt.
Im Laufe des Films muss Lou verschiedene Abenteuer bestehen, Angriffe der Katzen abwehren und gleichzeitig sein normales Leben als Haustier der Familie Brody führen. Der Höhepunkt des Films ist ein großer Showdown in einer Fabrik, in der Mr. Tinkles seine Pläne in die Tat umsetzen will. Am Ende gelingt es Lou und seinen Verbündeten, Mr. Tinkles zu besiegen und die Welt zu retten.
Wer steckt hinter den Figuren – Besetzung und Synchronisation
Die Besetzung von Cats & Dogs ist zweigeteilt: Es gibt menschliche Schauspieler und die Stimmen der Tiercharaktere.
Menschliche Darsteller
| Rolle | Schauspieler |
|---|---|
| Professor Brody | Jeff Goldblum |
| Mrs. Brody | Elizabeth Perkins |
| Scott Brody | Alexander Pollock |
| Sophie | Miriam Margolyes |
Tierstimmen (englische Originalfassung)
| Rolle | Sprecher |
|---|---|
| Lou (Beagle-Welpe) | Tobey Maguire |
| Butch (Hirtenhund) | Alec Baldwin |
| Mr. Tinkles (Perser-Kater) | Sean Hayes |
| Peek (Bluthund) | Joe Pantoliano |
| Sam (Alter Hirtenhund) | Michael Clarke Duncan |
| Ivy (Pudel) | Susan Sarandon |
| Calico (Siam-Kater) | Jon Lovitz |
| Der Russe (Russisch Blau) | Glenn Ficarra |
In der deutschen Synchronfassung übernahmen verschiedene deutsche Sprecher die Rollen. Die deutsche Übersetzung des Films trug den Titel „Wie Hund und Katz“, was das zentrale Thema des Films direkt im Titel widerspiegelt.
So wurde der Film gemacht – Produktion und Technik
Die Produktion von Cats & Dogs war eine erhebliche technische Leistung für die damalige Zeit. Der Film nutzte eine Kombination aus mehreren Techniken:
- Echte, trainierte Tiere: Für viele Szenen wurden reale Hunde und Katzen eingesetzt. Professionelle Tiertrainer arbeiteten monatelang mit den Tieren, um sie auf ihre Rollen vorzubereiten.
- Animatronische Puppen: Für Szenen, die zu komplex für echte Tiere waren, kamen animatronische Modelle zum Einsatz. Diese mechanischen Puppen konnten gesteuert werden und ermöglichten präzisere Bewegungen.
- CGI-Animation: Die Gesichter der Tiere wurden digital bearbeitet, um Lippenbewegungen und menschliche Mimik darzustellen. Diese Computeranimation war damals aufwendig und teuer.
Die Produktionskosten des Films lagen bei geschätzten 60 Millionen US-Dollar. Ein großer Teil dieses Budgets floss in die visuellen Effekte. Das Unternehmen Rhythm & Hues Studios war für einen Großteil der CGI-Effekte verantwortlich. Dieses Studio war bekannt für seine Arbeit mit digitalen Tieren und gewann später einen Oscar für die Effekte in Life of Pi.
Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Kanada statt, genauer in Vancouver und Umgebung. Einige Szenen wurden auch in Los Angeles gedreht.
Regisseur Lawrence Guterman hatte vor Cats & Dogs hauptsächlich Werbespots und Musikvideos gedreht. Der Film war sein Spielfilmdebüt. Er wurde von den Produzenten Christopher DeFaria, Andrew Lazar und Warren Zide unterstützt.
Das Drehbuch stammte von John Requa und Glenn Ficarra, die später als Regie-Duo für Filme wie Focus (2015) bekannt wurden. Glenn Ficarra übernahm im Film zusätzlich die Sprechrolle des russischen Agenten-Katers.
Was das Publikum und die Kritiker sagten – Rezeption
An der Kinokasse
Cats & Dogs startete am 4. Juli 2001 in den US-amerikanischen Kinos und war ein kommerzieller Erfolg. In den USA spielte der Film rund 93,4 Millionen US-Dollar ein. Weltweit kam er auf über 200 Millionen US-Dollar. Damit verdiente der Film mehr als das Dreifache seiner Produktionskosten.
In Deutschland lief der Film am 2. August 2001 an und erreichte ebenfalls ein breites Publikum, vor allem bei Familien mit Kindern.
Kritiken
Die Kritiken fielen gemischt aus. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes hält der Film eine Zustimmungsrate von rund 54 Prozent, basierend auf über 100 Kritiken. Das ist ein eher durchschnittlicher Wert.
Positiv hervorgehoben wurden häufig:
- Die lustigen Tierszenen und die Idee eines geheimen Krieges zwischen Hunden und Katzen
- Die Spezialeffekte, die für einen Familienfilm als solide galten
- Die Sprechleistungen, insbesondere von Sean Hayes als Mr. Tinkles
Kritisiert wurde dagegen:
- Eine teilweise vorhersehbare Handlung
- Der Humor, der manchmal zu stark auf jüngere Kinder zugeschnitten sei
- Die menschlichen Charaktere, die als zu dünn geschrieben empfunden wurden
Insgesamt wurde der Film als unterhaltsamer Familienfilm eingestuft, der vor allem Kindern Spaß macht, aber nicht unbedingt die Erwachsenen gleichermaßen begeistert.
Warum der Film kulturell wichtig wurde – Bedeutung und Einfluss
Cats & Dogs war einer der ersten Filme, der CGI-Technologie in großem Umfang nutzte, um Tieren menschliche Gesichtsausdrücke zu geben. Obwohl vorherige Filme wie Babe (1995) ähnliche Techniken verwendeten, ging Cats & Dogs einen Schritt weiter, indem die Tiere als Actionhelden und Spione dargestellt wurden.
Der Film bedient sich stark bei klassischen Spionagefilm-Klischees. Es gibt Anspielungen auf James Bond, Matrix und andere bekannte Actionfilme. Diese Parodie-Elemente machten den Film auch für ältere Zuschauer interessanter, da sie die Referenzen erkennen konnten.
Außerdem nutzte der Film geschickt das uralte Thema der Rivalität zwischen Hunden und Katzen, das in der Populärkultur weit verbreitet ist. Diese natürliche Spannung zwischen den beiden beliebtesten Haustierarten machte das Konzept sofort verständlich und ansprechend.
Der Erfolg des Films führte auch zu einem verstärkten Interesse an Tierfilmen in Hollywood. In den Jahren nach Cats & Dogs erschienen mehrere ähnliche Filme, die Tiere als heimliche Akteure mit eigener Gesellschaft darstellten.
Die Fortsetzung – Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr
Aufgrund des finanziellen Erfolgs wurde 2010 eine Fortsetzung produziert: Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr (Originaltitel: Cats & Dogs: The Revenge of Kitty Galore). Der Film wurde diesmal von Brad Peyton inszeniert.
In der Fortsetzung müssen Hunde und Katzen ausnahmsweise zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Bedrohung zu bekämpfen: die Katze Kitty Kahlohr, eine ehemalige Agentin, die durchgedreht ist und alle Hunde auf der Welt unter ihre Kontrolle bringen will.
Die Fortsetzung hatte ein Budget von etwa 85 Millionen US-Dollar, spielte aber weltweit nur rund 112 Millionen US-Dollar ein – deutlich weniger als der erste Teil. Auch die Kritiken waren schwächer: Auf Rotten Tomatoes erreichte der Film nur etwa 14 Prozent Zustimmung.
Zu den neuen Sprechern gehörten Christina Applegate, James Marsden, Nick Nolte und Bette Midler als Kitty Kahlohr. Der Film wurde auch in 3D veröffentlicht, was dem damaligen Trend entsprach.
Trotz des mäßigen Erfolgs der Fortsetzung bleibt der Originalfilm von 2001 in der Erinnerung vieler Zuschauer als nostalgischer Klassiker der frühen 2000er Jahre.
Was vom Film geblieben ist – Wissenswertes und Details
- Tobey Maguire, der den Welpen Lou sprach, wurde kurz nach der Veröffentlichung des Films weltweit berühmt durch seine Rolle als Spider-Man (2002).
- Mr. Tinkles wurde von vielen Zuschauern als der unterhaltsamste Charakter des Films angesehen. Sean Hayes‘ übertriebene Performance wurde oft als Highlight des Films genannt.
- Für die Dreharbeiten wurden über 27 Hunde und zahlreiche Katzen eingesetzt. Verschiedene Tiere übernahmen unterschiedliche Aufgaben – manche waren besser im Laufen, andere im Sitzen oder Schauen.
- Der Film enthält eine Anspielung auf den Film Babe: In einer Szene sagt ein Hund, dass Schweine nie den Respekt bekommen, den sie verdienen.
- Die Ninja-Katzen im Film sind eine direkte Parodie auf Matrix-Kampfszenen. Sie tragen sogar dunkle Kleidung und bewegen sich in Zeitlupe.
- In der deutschen Fassung wurden einige Wortspiele angepasst, um im Deutschen besser zu funktionieren. Der Titel „Wie Hund und Katz“ spielt auf die deutsche Redewendung an, die beschreibt, dass zwei Parteien sich ständig streiten.
- Der Film wurde mit der Altersfreigabe PG (Parental Guidance) in den USA und FSK 6 in Deutschland veröffentlicht.
- Lawrence Guterman drehte nach diesem Film nur noch wenige Projekte und konnte nie an den Erfolg von Cats & Dogs anknüpfen.

